Aktuell


WELTFORMAT 14

Plakatfestival Luzern

27.9. — 5.10.
Eintritt frei


Ein Fokus des sechs­ten Pla­kat­fes­ti­vals in Luzern liegt auf fran­ko­pho­nem Pla­kat­de­sign. Das Pari­ser Kol­lek­tiv Gra­pus prä­sen­tiert seine zwi­schen 1970 und 1991 ent­stan­de­nen und für Frank­reichs jün­gere Gra­fik­ge­ne­ra­tion weg­wei­sen­den Arbei­ten. Unter dem Titel «Fond Bleu» zei­gen Gra­fik­de­si­gner und Stu­dios der Roman­die ihr Pan­orama an fri­scher, zeit­ge­nös­si­scher Pla­kat­ge­stal­tung. Die spe­zia­li­sierte Sieb­dru­cke­rei Lézard Gra­phi­que beweist schliess­lich, dass nicht nur die Gestal­tung, son­dern auch der Druck­pro­zess für anspre­chen­des Pla­kat­de­sign wich­tig ist.
Die 20 Pla­kate der Final­runde des inter­na­tio­na­len Stu­den­ten­wett­be­werbs dre­hen sich heuer ums Thema «Lust». Exklu­siv in der Schweiz zu sehen sind alle Preis­trä­ger der «100 bes­ten Pla­kate – Deutsch­land Öster­reich Schweiz». Anläss­lich der 150-jährigen diplo­ma­ti­schen Bezie­hun­gen der Schweiz und Japan haben Desi­gner bei­der Län­der ihre Vor­stel­lun­gen des Begriffs Aus­tausch gra­fisch umge­setzt. Grilli, die Gestal­ter des dies­jäh­ri­gen Fes­ti­val­pla­kats, geben Ein­blick in ihr umfang­rei­ches Sor­ti­ment an selbst­ent­wi­ckel­ten Schrif­ten. Mit der Gratis-App «next by design» wird der öffent­li­che Raum eben­falls zur Gale­rie. Auch dem Nach­wuchs wird Rech­nung getra­gen: Die Luzer­ner Fach­klasse Gra­fik zeigt einen Rück­blick auf ihr Plakatschaffen.

Agenda

Sa 27.9.14
Einführungen

13.30 Uhr
➃ sic! Ele­phan­t­house
15 Uhr
➅ Kunst­halle
16.30 Uhr
➂ Röss­li­ga­sse 12

Fes­ti­val­eröff­nung

18 Uhr
➀ Kornschütte

Welt­for­mat­bar

ab 20 Uhr
➄ Neu­bad Bistro

Fond Bleu Eröffnung

20.30 Uhr
➄ Neu­bad Pool

So 28.9.
Plakatbazar

12 bis 18 Uhr
➄ Neu­bad Pool

Di 30.9.
Vor­trag mit Kazu­nari Hat­tori (Japan)

19 Uhr
➃ sic! Elephanthouse

Mi/Do 1./2.10.14
Weltklasse

Work­shops mit Anette Lenz
und FLAG
➂ Röss­li­ga­sse 12

Fr 3.10.14
Sym­po­sium und Vor­träge
mit Pierre Ber­nard, Alex Jor­dan,
Anette Lenz und FLAG.

➄ Neu­bad

Reser­va­tion unter:
symposium@weltform.at

28. – 4.10.
Piano im Pool

➄ Neu­bad

Pro­gramm:
www.piano-im-pool.ch

Facebook


Lion Monument and jury of the student poster competition.



Ah, and you can buy this years festival poster here:
http://www.guzuu.com/user/3239/products






100 beste Plakate 13 – Deutschland Österreich Schweiz

➀ Kornschütte
täglich 12 – 18 Uhr

Der Wett­be­werb «100 beste Pla­kate – Deutsch­land Öster­reich Schweiz» ist 2013 zum 13. Mal im inter­na­tio­na­len Mass­stab aus­ge­schrie­ben wor­den und gilt als wich­tige Insti­tu­tion des ­aktu­el­len ­Pla­kat­de­signs. Zahl­rei­che Grafik­designerinnen und –desi­gner, Stu­die­rende der Fach­be­rei­che Gra­fik­de­sign künst­le­ri­scher Hoch– und Fach­hoch­schu­len, Agen­tu­ren, Büros sowie Auf­trag­ge­ber und Dru­cke­reien betei­li­gen sich all­jähr­lich. Im aktu­el­len Jahr­gang sind dies 486 Ein­rei­cher mit knapp 1700 Pla­ka­ten. Die 100 Preisträger-Plakate und Pla­kat­se­rien, davon 41 aus der Schweiz, wur­den durch die Jury unter Vor­sitz von Verena Pan­hol­zer nomi­niert. Welt­for­mat zeigt diese Aus­stel­lung bereits zum elf­ten Mal exklu­siv in der Schweiz.

Jury: Verena Pan­hol­zer (A, Vor­sitz), Reza Abe­dini (IR/NL), Chris­to­phe Gau­dard (F), Hol­ger Matthies (D) und Felix Pfäffli (CH)


Lust – Internationaler Studentenwettbewerb

➁ Theaterplatz

Zum vier­ten Mal hat das Pla­kat­fes­ti­val Welt­for­mat einen Wett­be­werb für Stu­die­rende aus­ge­schrie­ben. Das Thema: «Lust». Zu gewin­nen gibt es neben des Preis­gelds von 1500 Fran­ken auch einen natio­na­len Pla­kat­aus­hang der APG|SGA.
Von über 400 ein­ge­reich­ten Wett­be­werbs­bei­trä­gen von 200 Stu­den­ten hat eine Jury unter der Lei­tung des Gra­fi­kers Ste­phan Bundi aus Boll/Bern 20 ver­heis­sungs­volle Pla­kate für den Final nomi­niert. Aus­ge­zeich­net wird das beste Pla­kat des Wett­be­werbs an der Fes­ti­val­eröff­nung am 27. Sep­tem­ber 2014 um 18 Uhr in der Korn­schütte.

Jury: Ste­phan Bundi (Boll/Bern), Fabi­enne Burri (C2F, Luzern), Götz Gram­lich (Hei­del­berg D), Raphael Schoen (Luzern) und Bruno Nie­der­ber­ger, APG|SGA
Part­ner: APG|SGA, AWP, Plakatif


Lézard Graphique: Un imprimeur

➅ Kunsthalle, Bourbaki

Zum zwei­ten mal wird die Aus­stel­lung der Sieb­dru­cke­rei Lézard Gra­phi­que der Öffent­lich­keit prä­sen­tiert. Die seit 2012 sorg­fäl­tig vor­ge­nom­mene Aus­wahl an Pla­ka­ten ver­mit­telt dem Betrach­ter die Lei­den­schaft, Qua­li­tät und Ener­gie die­ser Dru­cke­rei. Durch die Erfah­rung, das tech­ni­sche Know-how und das Inter­esse an der Arbeit der Gestal­ter, wurde ein kon­stan­ter Aus­tausch mit ihnen geschaf­fen. Dies Ermög­licht die genaue Umset­zung der gestal­te­ri­schen Vision, um so die hohen Ansprü­che der Kund­schaft zu erfül­len. Seit der letz­ten Aus­stel­lung 2011–2012, die mit dem Insti­tut supé­ri­eur des beaux-arts de Besançon und dem inter­na­tio­na­len Gra­fik Design Fes­ti­val von Chau­mont ver­an­stal­tet wurde, ver­trauen mehr und mehr Gra­fi­ker auf das Hand­werk von Lézard Gra­phi­que. Für sie spielt das Dru­cken selbst dabei nicht nur bei der Fer­tig­stel­lung, son­dern auch im Gestal­tungs­pro­zess eine wich­tige Rolle. Jean-Yves Gran­di­dier, der Direk­tor der Dru­cke­rei, setzt dabei sein gan­zes Wis­sen ein, um das Beste aus dem Druck­auf­trag her­aus­zu­ho­len. Beim Druck­pro­zess han­delt es sich um eine enge Kol­la­bo­ra­tion mit dem Gestal­ter, bei dem der Dru­cker seine eigene Rolle spielt. Aus­ge­stellt wer­den rund 50 Arbei­ten, die den ein­zig­ar­ti­gen Stil die­ser Dru­cke­rei zei­gen.

Kura­tion: Chris­to­phe Gau­dard, Mel­chior Imbo­den, Vin­cent Perrottet


Grapus

➂ Erfrischungsraum
täglich 12 – 18 Uhr

Das Gra­fi­ker­kol­lek­tiv Gra­pus wurde 1970 in Paris von Pierre Ber­nard , Gér­ard Paris-Clavel und François Miehe gegrün­det. 1975 kamen Jean-Paul Bachol­let und 1976 Alex Jor­dan dazu. Mit viel Witz, Grips und neuen gestal­te­ri­schen Umset­zungs­we­gen haben sie ver­sucht, auf poli­ti­sche, soziale und kul­tu­relle Rea­li­tä­ten ein­zu­wir­ken. Mit Poe­sie und gesun­dem Miss­trauen gegen Wer­bung und ihre Pro­pa­gan­da­tech­ni­ken, ent­wi­ckelte das Kol­lek­tiv zwi­schen 1970 bis 1991 eine ganz eigene Bild­spra­che mit schein­bar nai­ven Hand­schrif­ten, hel­len und leuch­ten­den Far­ben, star­ken For­men und tem­pe­ra­ment­voll unter­stri­che­nem Inhalt.
Die ein­ma­lige Gestal­tung von Gra­pus war für die jün­ge­ren Gene­ra­tio­nen in Frank­reich weg­wei­send und wird bis heute dis­ku­tiert.

Beim Sym­po­sium am 3. Okto­ber im Neu­bad wer­den Pierre Ber­nard und Alex Jor­dan an einem Podi­ums­ge­spräch anwe­send sein.


Fond Bleu

➄ Neubad Pool
täglich 12 – 18 Uhr

Thuy-An Hoang und Xavier Erni, Her­aus­ge­ber von Pos­ter Tri­bune, haben fünf am Gen­fer­see behei­ma­tete Gra­fik­de­si­gner und Stu­dios dazu ein­ge­la­den, ihre Arbei­ten im Neu­bad wäh­rend Welt­for­mat aus­zu­stel­len, wel­ches die­ses Jahr den Fokus auf fran­ko­pho­nes Pla­kat­de­sign legt. Obwohl sie die glei­che Hei­mat tei­len, haben die west­schwei­zer und deutsch­schwei­zer Gra­fi­ker sel­ten die Gele­gen­heit, ein­an­der zu tref­fen und ihre Arbei­ten in gedruck­ter Form zu besich­ti­gen. Oft sind die meis­ten kul­tu­rel­len Pla­kate ledig­lich in einer Stadt oder einem Kan­ton und nicht im gan­zen Land ange­schla­gen. Die Aus­stel­lung ermög­licht so den Besu­chern, am Fes­ti­val die Arbei­ten von 5 west­schwei­zer Stu­dios zu ent­de­cken, die wäh­rend den letz­ten Jah­ren ganz beson­ders in der Krea­tion von kul­tu­rel­len Pla­ka­ten aktiv waren, mit einer expe­ri­men­tel­len Annä­he­rung des Gra­fik­de­signs, bei der die Druck­tech­nik im Her­zen des Krea­ti­ons­pro­zes­ses liegt.

Mit: AMI, Gavil­let & Rust, Maxi­mage, Tho­mas Per­ro­din, TM Todeschini + Mamie


Fachklasse Grafik Luzern

➂ Kapelle, Rössligasse 12
täglich 12 – 18 Uhr

Die Fach­klasse Gra­fik ist eine eigent­li­che Talent­schmiede mit inter­na­tio­na­ler Aus­strah­lung für junge Pla­kat­ge­stal­te­rin­nen und –gestal­ter. Der Erfolg der Schule und ihrer Absol­vie­ren­den ist auf die kon­se­quente Umset­zung ihres dua­len Unter­richts­kon­zepts zurück­zu­füh­ren: Die Schule ver­mit­telt nicht nur das theo­re­ti­sche und hand­werk­li­che Rüst­zeug, son­dern ermög­licht auch die Ent­wick­lung und Gestal­tung von Pla­ka­ten in enger Zusam­men­ar­beit mit ech­ten Kun­den. Anders als bei fik­ti­ven Schu­lungs­auf­trä­gen ler­nen die Stu­die­ren­den so von Anfang an, sich mit den Anfor­de­run­gen rea­ler Auf­trag­ge­ber und den damit ver­bun­de­nen Pro­ble­men aus­ein­an­der­zu­set­zen. Zu die­ser pra­xis­be­zo­ge­nen Arbeits­weise gehört auch die nicht immer mühe­lose Zusam­men­ar­beit mit den übri­gen Dienst­leis­tern bei der Pro­duk­tion eines Pla­ka­tes (Dru­cke­rei, Aus­hang, Tex­ter usw.).
Die Aus­stel­lung in der Kapelle der Schule an der Röss­li­ga­sse zeigt einen Rück­blick auf das Pla­kat­schaf­fen der Fach­klasse Gra­fik. Dabei wer­den Arbei­ten für Kun­den wie die Langnau Jazz Nights, die Abtei­lung Jazz mit ihren Diplom­kon­zer­ten, die APG Denk­zet­tel Jahreswechsel-Aktion, die Win­ter­hilfe oder den Land­schafts­schutz­ver­band Vier­wald­stät­ter­see vorgestellt.



Schweiz – Japan

➃ sic! Elephanthouse
täglich 12 – 18 Uhr

Welt­for­mat nimmt die Feier der 150-jährigen diplo­ma­ti­schen Bezie­hun­gen der Schweiz und Japan zum Anlass, um mit einem inter­kul­tu­rel­len Pro­jekt eine Brü­cke zwi­schen Gestal­te­rin­nen und Gestal­tern bei­der Natio­nen zu schla­gen. Damit soll ein Dia­log über aktu­elle Pla­kat­ge­stal­tung ange­stos­sen wer­den. Zwölf renom­mierte Desi­gne­rin­nen und Desi­gner aus Japan und der Schweiz wur­den ein­ge­la­den, um – exklu­siv für diese Aus­stel­lung – ein Pla­kat zum Thema Aus­tausch zu gestal­ten. Wie die Gestal­te­rin­nen und Gestal­ter das Thema ange­hen und mit wel­chen Aus­sa­gen sie uns kon­fron­tie­ren, wird am dies­jäh­ri­gen Welt­for­mat zu sehen sein. Wir freuen uns ganz beson­ders auf die­sen span­nen­den Aus­tausch.

Die teil­neh­men­den Gestal­te­rin­nen und Gestal­ter: Bon­bon (Zürich), Clau­dia­ba­sel (Basel), Demian Con­rad (Lau­sanne), Felix Pfäffli (Luzern), John­son / Kings­ton (Luzern, Bern), Kazu­nari Hat­tori (Tokio), Ken­jiro Sano (Tokio), Masayuki Tera­shima (Sap­poro), Prill Vie­celi Cre­mers (Zürich), Rikako Naga­shima (Tokio), Ryo­suke Uehara von Kigi (Tokio), Yuma Harada (Osaka)


Grilli

➂ Kunstkiosk, Rössligasse 12
täglich 12 – 18 Uhr

Grilli ist ein 2009 gegrün­de­tes loses Kol­lek­tiv von Schwei­zer Gestal­tern und für das dies­jäh­rige Fes­ti­val­pla­kat ver­ant­wort­lich. Unter dem Namen Grilli Type gestal­tet und ver­treibt Grilli Schrif­ten. Diese fol­gen einer zeit­ge­nös­si­schen Inter­pre­ta­tion der Schwei­ze­ri­schen Schrift­ge­stal­tung — eine Hal­tung, wel­che sich in den visu­el­len und tech­ni­schen Stan­dards des Schrif­ten­sor­ti­ments zeigt. Im Klein­ver­lag Edi­tion Grilli schreibt, gestal­te­tet und pro­du­ziert das Kol­lek­tiv exklu­sive Bücher in klei­ner Auf­lage. Diese wer­den alle­samt in Grilli-Schriften gesetzt. Ein ver­bin­den­des Ele­ment der Publi­ka­tio­nen ist ihre gestal­tungs­nahe Kon­zep­tion. Beim Zeich­nen einer Schrift geht es Grilli unter ande­rem darum, wie man durch redu­zierte For­men einen star­ken Aus­druck erreicht. Was die Schrift kom­mu­ni­ziert und wel­chen Cha­rak­ter sie hat, steht im Zen­trum der Pla­kat­reihe «Grilli Type Spe­ci­men». Die Schrift wird dabei weni­ger als tech­ni­sches Werk­zeug, son­dern mehr als visu­elle Welt dargestellt.



HSE Design School Moskau

➄ Neubad Bistro
täglich 12 – 18 Uhr

Seit bald einem Jahr tourt unsere Aus­stel­lung über Luzer­ner Pla­kat­de­sign durch Russ­land. Die HSE Design School ist unser Part­ner vor Ort und seit letz­tem Novem­ber auch Part­ner­schule der Hoch­schule Luzern. Sie ist Teil der Hig­her School of Eco­no­mic. Das Desi­gnde­par­te­ment wurde 2013 gegrün­det. Sie bie­tet ein für Russ­land neu­ar­ti­ges Design­stu­dium an, wel­ches die Design­pra­xis und den aktu­el­len Desi­gndis­kurs stär­ker ein­bin­det. Pro­mi­nente Mos­kauer Desi­gne­rIn­nen und Kunst­schaf­fende enga­gie­ren sich im Unter­richt u.a. Igor Guro­vich, Erich Belou­sov (Osten­gruppe), Alex­an­dra Kuz­net­s­ova, Pro­tey Temen and Ale­xei Rumin. Die Pla­kate in der Aus­stel­lung zei­gen Arbei­ten aus dem ers­ten Studienjahr.



Occupy: What’s Next?

in den Strassen Luzerns

2012 orga­ni­sierte die in San Fran­cisco ansäs­sige Design Initia­tive «Next­By­De­sign», in Zusam­men­ar­beit mit «Pla­kat Sozial» (Leip­zig), einen inter­na­tio­na­len Pla­kat­wett­be­werb unter dem Titel «Occupy: What’s Next?». Hun­derte Ideen wur­den ein­ge­reicht, 100 gelang­ten in die engere Wahl. Eine inter­na­tio­nale Jury kürte 21 Pla­kate aus Kanada, China, Deutsch­land, Nord­ir­land, der Schweiz, Tai­wan und den USA, dies in Aner­ken­nung der bes­ten visu­el­len Umset­zung.
Ohne Papier, son­dern vir­tu­ell mit digi­ta­len Mög­lich­kei­ten, Smart­pho­nes und Tablets soll auf spie­le­ri­sche Art die Auf­merk­sam­keit erhöht und die Wir­kung des Pla­kats ver­viel­facht wer­den. Diese vir­tu­elle Aus­stel­lung wird erst­mals in Luzern anläss­lich von Welt­for­mat 14 rea­li­siert.

Um die zwi­schen den ande­ren Aus­stel­lun­gen ver­teil­ten Labels lesen zu kön­nen, muss fol­gen­des gemacht werden:

A) Die App «Next by Design» im Apple App Store oder auf Google Play her­un­ter­la­den.
B) «Next by Design» öff­nen und mit der Kamera auf ein ent­deck­tes Pos­ter Label zie­len.
C) Das vir­tu­elle Pla­kat erscheint auf Ihrem Screen. Die Details dazu erfah­ren Sie auf dem Label.


Piano im Pool

➄ Neubad Pool
28.9. – 4.10. jeweils 20 Uhr

Zum ers­ten Mal steht eine Woche lang ein Flü­gel im Schwimm­be­cken des Neu­bads Luzern. Musi­ker spie­len Kon­zerte von Pop bis Jazz mit Ein­flüs­sen ihrer viel­fäl­ti­gen kul­tu­rel­len Hin­ter­gründe. Im Zen­trum steht immer der Flü­gel. Das Publi­kum befin­det sich mit den Musi­kern im Pool und wird so Zeuge der Kon­zerte. Tau­chen Sie ein in die Klang­welt von Piano im Pool.

So 28.9.
Andra Borlo, Pop
Mo 29.9.
Ingrid Lukas, Folk-Pop
Di 30.9.
Anna Aaron, Pop
Mi 1.10.
Bal­kan Fla­vours, Bal­kan Jazz
Do 2.10.
Greg Burk, Jazz
Fr 3.10.
Leo Tar­din, Jazz
Sa 4.10.
Tran­sura­nic Muse, Jazz

Tür­öff­nung 30 Min. vor Beginn
Ticket­re­ser­va­tion unter:
reservation@piano-im-pool.ch


Weltformat Symposium

➄ Neubad Pool
Fr 3.10. 13.30 – 17.30 Uhr

13.30 Vor­trag FLAG
14.00 Vor­trag Anette Lenz

14.30 Pause

15.00 Gene­ra­tio­nen­ge­spräch
Teil­neh­mer: Ste­phan Bundi, Anna Haas, Noël Leu, Tania Prill und Niklaus Trox­ler
Prä­sen­tiert von Syn­di­com – Gewerk­schaft Medien und Kommunikation

16.00 Pause

16.30 Podi­ums­ge­spräch mit Gra­pus
Teil­neh­mer: Pierre Ber­nard und Alex Jor­dan
Gesprächs­lei­ter: Léo Favier

Ein­tritt: Fr. 10.–
Reser­va­tion unter:
symposium@weltform.at

Plakate aus Luzern

Russland

Momen­tan auf Tour­nee in Russ­land. Das inter­na­tio­nale Pla­kat­fes­ti­val Welt­for­mat prä­sen­tiert eine Aus­wahl von Arbei­ten nam­haf­ter Gestal­te­rin­nen und Gestal­ter aus Luzern, der Hei­mat­stadt des Fes­ti­vals in der Zen­tral­schweiz. Die Aus­stel­lung soll einen Ein­blick in Luzer­ner Gra­fik­de­sign gewäh­ren sowie eine Platt­form für den fach­li­chen Aus­tausch zwi­schen Russ­land und Luzern ermög­li­chen. Die fünfte Aus­gabe von Welt­for­mat, wel­che ver­gan­ge­nen Okto­ber statt­ge­fun­den hat, setzte indes mit drei Aus­stel­lun­gen einen Schwer­punkt auf aktu­elle rus­si­sche Gra­fik. Die Tra­di­tion Luzer­ner Gra­fik­de­signs ist geprägt von Viel­sei­tig­keit, Ein­falls­reich­tum und guter Qua­li­tät, bedingt durch die hohen Ansprü­che der Gra­fi­ke­rin­nen und Gra­fi­ker an sich selbst. Nicht sel­ten fand oder fin­det gra­fi­scher Out­put aus Luzern inter­na­tio­nale Beach­tung, bei­spiels­weise die Arbei­ten von Niklaus Trox­ler für das Jazz Fes­ti­val Wil­li­sau oder seit kur­zem die Pla­kate von Felix Pfäffli für das Kul­tur­haus Süd­pol. Aus die­sem rei­chen Fun­dus an qua­li­ta­tiv hoch­ste­hen­der Gra­fik ergibt sich eine span­nende Aus­stel­lung mit abwechs­lungs­rei­cher Gestal­tung für jeden Geschmack.

Plakat von Mathis Pfäffli
Moskau
Moskau
Niklaus Troxler
Moskau
Daniel Peter
Moskau
Erich Brechbühl
St. Petersburg
St. Petersburg
Perm
Perm
Perm


Das Luzerner Plakat

11. – 20.7.14
Weserstraße 44, Berlin/Neukölln

Das inter­na­tio­nale Pla­kat­fes­ti­val Welt­for­mat prä­sen­tiert eine Aus­wahl von Arbei­ten nam­haf­ter Gestal­te­rin­nen und Gestal­ter aus Luzern, der Hei­mat­stadt des Fes­ti­vals in der Zen­tral­schweiz. Die Aus­stel­lung ermög­licht einen Ein­blick in das aktu­elle Schaf­fen von renom­mier­ten Grafiker/innen sowie auf­stre­ben­den New­co­mern aus Luzern. Aktu­ell hat die Luzer­ner Pla­kat­ge­stal­tung eine starke inter­na­tio­nale Wahr­neh­mung, die durch diverse Aus­zeich­nun­gen und Aus­stel­lun­gen im Aus­land bestä­tigt wird. Die Tra­di­tion Luzer­ner Gra­fik­de­signs ist geprägt von Viel­sei­tig­keit, Ein­falls­reich­tum und guter Qua­li­tät, bedingt durch die hohen Ansprü­che der Gra­fi­ke­rin­nen und Gra­fi­ker an sich selbst. Nicht sel­ten fand gra­fi­scher Out­put aus Luzern inter­na­tio­nale Beach­tung, wie bei­spiels­weise die Arbei­ten von Paul Brüh­wi­ler, Tino Stei­ne­mann, Mel­chior Imbo­den und Niklaus Trox­ler. Auch die junge Gene­ra­tion steht die­sem Anspruch in nichts nach. Aus die­sem rei­chen Fun­dus an qua­li­ta­tiv her­aus­ra­gen­der Gra­fik ergibt sich eine span­nende Aus­stel­lung mit abwechs­lungs­rei­cher Gestal­tung für jeden Geschmack. Aus­ge­stellt wer­den die Arbei­ten in einer leer­ste­hen­den ehe­ma­li­gen Metz­ge­rei in Neu­kölln, an der belieb­ten Weser­straße. Die gesam­ten Räume wer­den mit den Pla­ka­ten, die meis­ten im Welt­for­mat, bespielt. Als Zusatz­aus­stel­lung wer­den die 30 aktu­el­len Gewin­ner­pla­kate des im Juni prä­mier­ten Pla­kat­wett­be­werbs «Mut zur Wut» in den Kel­ler­räu­men, stil­echt pla­ka­tiert, ausgestellt.

Plakat von Josh Schaub






Mut zur Wut




Mut zur Wut





Weltformat 13

12. – 20. Oktober

Rus­si­sches Pla­kat­de­sign liegt im Fokus des fünf­ten Luzer­ner Pla­kat­fes­ti­vals. Mit der Osten­gruppe prä­sen­tiert sich ein fünf­köp­fi­ges Kol­lek­tiv aus Mos­kau, wel­ches seit 2002 die ­Lei­den­schaft für Krea­ti­vi­tät und Pla­kat­ge­stal­tung aus­lebt. Span­nende Ein­bli­cke ver­spre­chen die Arbei­ten zu Ehren des gros­sen rus­si­schen Künst­lers Aleksandr Rod­chenko und die Arbei­ten Stu­die­ren­der zweier Design­schu­len aus St. Peters­burg. Anläss­lich des drit­ten inter­na­tio­na­len Stu­den­ten­wett­be­werbs des Pla­kat­fes­ti­vals haben 230 Stu­die­rende ihre Arbei­ten zum Thema «Neu­gier» ein­ge­reicht, von denen die 20 Pla­kate der Final­runde gezeigt wer­den. Erneut exklu­siv in der Schweiz zu sehen sind alle Preis­trä­ger der «100 bes­ten Pla­kate – Deutsch­land Öster­reich Schweiz». Unge­wohnt ist die Samm­lung des Ber­li­ner Gestal­ters Boris Brum­njak, wel­che sich aus­schliess­lich auf schwarz-weisse Pla­kate beschränkt. Ein­hun­dert High­lights dar­aus wer­den erst­ma­lig in Luzern zu sehen sein. Die aus­drucks­stärks­ten Ein­rei­chun­gen des inter­na­tio­na­len ­Pla­kat­wett­be­werbs «Mut zur Wut» sind wäh­rend der Dauer von Welt­for­mat im Süd­pol zu sehen. Und Felix Pfäffli, der Gestal­ter des dies­jäh­ri­gen Festival­plakats, zeigt einen Über­blick sei­ner Arbei­ten aus den letz­ten vier Jahren.

Festivalplakat von Felix Pfäffli
Ostengruppe
Die Ostengruppe ist ein aus Moskau stammendes Kreativkollektiv, das sich auf die Gestaltung von Plakaten konzentriert. Igor Gurovich, Anna Naumova und Eric Belousov gründeten die Ostengruppe 2002, Dimitri Kavko kam 2003 dazu. Alle Mitglieder haben Ausbildungsabschlüsse in verschiedenen Branchen. Die gemeinsame Leidenschaft für Kreativität und Plakat-Design brachte sie zusammen. Vielleicht ist gerade die berufliche Vielfalt Grund für die unkonventionelle Arbeitsweise. Obwohl sie ihre Plakate individuell gestalten, ist ein einheitlicher Stil ersichtlich.
Ostengruppe
Ostengruppe
Die Hochschule Luzern – Design & Kunst hat in einem interdisziplinären Workshop die Ausstellungsgestaltung konzipiert.
Felix Pfäffli
Der 27-jährige Luzerner Grafiker ist der diesjährige Gestalter ­unseres Festivalplakats. Seine vielseitigen Plakate für das Mehrspartenhaus Südpol in Luzern zeugen von einem grossen Erfindergeist. Schon während seines Studiums an der Hochschule Luzern sorgte er mit seinen Kreationen international für Furore und arbeitet seitdem immer wieder für diverse Auftraggeber aus der ganzen Welt.
100 beste Plakate 12
Der Wettbewerb «100 beste Plakate – Deutschland Österreich Schweiz» ist 2012 zum zwölften Mal im internationalen Massstab ausgeschrieben worden und gilt als wichtige Institution des aktuellen Plakatdesigns. Zahlreiche Grafikdesigner und -designerinnen, Studierende der Fachbereiche Grafikdesign künstlerischer Hoch- und Fachhochschulen, Agenturen, Büros sowie Auftraggeber und Druckereien beteiligen sich alljährlich: im aktuellen Jahrgang ca. 510 Personen mit über 1700 Plakaten. Die 100 Preisträger-Plakate und -Plakatserien, davon 48 aus der Schweiz, wurden durch die Jury unter Vorsitz von Christian Brändle nominiert. Diese Ausstellung zeigen wir bereits zum zehnten Mal exklusiv in der Schweiz.
100 beste Plakate 12
100 beste Plakate 12
100 beste Plakate 12
Schwarz Weiss Plakate
Der Berliner Gestalter Boris Brumnjak sammelt seit über zehn Jahren mit grosser Begeisterung schwarz-weisse Plakate. Gerade dieses Thema stellt – durch die markante Reduktion der Mittel – eine besonders grosse Herausforderung für jeden Plakatgestalter dar. Den Schwerpunkt seiner Sammlung bilden Schweizer Weltformate ab den 1950er Jahren bis heute. Einhundert Highlights seiner Sammlung werden erstmalig in Luzern ausgestellt.
Neugier – Internationaler Studentenwettbewerb
Zum dritten Mal hat das Plakatfestival Weltformat einen Wettbewerb für Studierende ausgeschrieben. Das Thema: «Neugier». Zu gewinnen gibt es neben dem Preisgeld von 1500 Franken auch einen nationalen Plakataushang der APG|SGA. Von fast 500 eingereichten Wettbewerbsbeiträgen von 230 Studierenden hat eine Jury unter der Leitung der Grafikerin Tania Prill aus Zürich 20 verheissungsvolle Plakate für den Final nominiert.
Neugier – Internationaler Studentenwettbewerb
Mut zur Wut
Mut zur Wut ist ein internationaler Plakatwettbewerb mit rasant wachsenden Teilnehmerzahlen aus den unterschiedlichsten Regionen der Erde, dessen ausdruckstärkste Motive gekürt und im öffentlichen Raum ausgestellt werden. Die Themenwahl für das Motiv ist frei. Gemäss Titel «Mut zur Wut» soll das Thema einen kritischen, sozialen, politischen und/oder persönlichen Inhalt haben, der in einem aussagekräftigen Motiv dargestellt ist. «Mut zur Wut» ist ein Aufruf zur kreativer Kritik an Umstände und Ereignisse, die uns alle im täglichen Leben umgeben und betreffen.
Rodchenko 120
Eine Hommage an den Fotografen und Designer Alexandr Rodchenko (1891-1956). Er gehörte zu den treibenden Kräften der sowjetischen Avantgarde. Aus Anlass des 120. Geburtstags von Aleksandr Rodchenko, dem grossen russischen Künstler, Grafiker und Fotografen, haben letztes Jahr 20 der besten aktuellen russischen Plakatkünstler sowie Studierende je ein Plakat zu seinem Gedächtnis gestaltet. Entstanden ist ein buntes Gemisch von Zitaten und aktueller russischer Grafik. In Zusammenarbeit mit der Moskauer Plakatbiennale «Golden Bee», für die diese Plakate 2012 entstanden sind, zeigen wir diese Ausstellung exklusiv in der Schweiz.
Rodchenko 120
Studierende aus St. Petersburg
Die International Design School und die Russian State University aus St. Petersburg präsentieren sich in einer gemeinsamen Ausstellung. Erstere ist eine private Designschule, welche verschiedene Designdepartemente hat: Innenarchitektur, Modedesign, Graphic Design und Landschaftsdesign. Sie bietet ein- und zweijährige berufsbegleitende Lehrgänge an. Galina Metelitschenko ist seit 2004 Leiterin und Dozentin der Graphic Design Abteilung. Die Russian State University St. Petersburg ist eine staatliche Universität mit Kunstakademie, die Graphic-Design-Abteilung ist Teil ihres Designdepartements. Professor Konstantin Starzev leitet das vierjährige Bachelor- und das zweijährige Magisterstudium (MA). Die ausgestellten Plakate sind als Teil von MA-Diplomarbeiten entstanden.


Weltformat 12

6. – 14. Oktober

Die vierte Aus­gabe des Luzer­ner Pla­kat­fes­ti­vals zeigt sie­ben packende Aus­stel­lun­gen mit Pla­kat­de­sign von ges­tern, heute und mor­gen. Stu­die­rende aus mehr als 20 Län­dern sind dem Auf­ruf des Fes­ti­vals gefolgt und haben sich für den zwei­ten inter­na­tio­na­len Gestal­tungs­wett­be­werb mit dem Thema «mor­gen» aus­ein­an­der­ge­setzt. Das beste Pla­kat der 20 aus­ge­stell­ten Nomi­na­tio­nen wird an der Fes­ti­val­eröff­nung am 6. Okto­ber 2012 in der Korn­schütte prämiert.

Einen Blick zurück wer­fen gleich vier Aus­stel­lun­gen: Aus der Samm­lung von Richard Frick sind kuba­ni­sche Pla­kate aus der Zeit von 1960 bis 1990 zu sehen. Die Serie von Kam­pa­gnen­pla­ka­ten der Win­ter­hilfe Schweiz reicht sogar zurück bis in die 40er Jahre. Als Doku­men­ta­tion einer beweg­ten Geschichte prä­sen­tie­ren sich die Pla­kate der Roten Fabrik aus den letz­ten 30 Jah­ren. Und dem Luzer­ner Gra­fi­ker Niklaus Trox­ler wid­met das Fes­ti­val eine Retro­spek­tive eige­ner Arbei­ten und eine Moment­auf­nahme sei­ner aktu­el­len Stutt­gar­ter Studierenden.

Mit­ten aus der Gegen­wart stam­men auch die Werke der dies­jäh­ri­gen Fes­ti­val­pla­kat­ge­stal­ter Cybu Richli und Fabi­enne Burri von C2F und die «100 beste Pla­kate 11 – Deutsch­land Öster­reich Schweiz». Diese Aus­stel­lung mit prä­mier­ten Pla­ka­ten aus dem deutsch­spra­chi­gen Raum brin­gen wir bereits zum zehn­ten Mal exklu­siv in die Schweiz.

Festivalplakat von C2F
Rote Fabrik – Seit 1980
Das Zürcher Kulturzentrum Rote Fabrik ist eine Plattform für kulturelles Schaffen in den Sparten Musik, Tanz und Theater. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl der dreissigjährigen Plakatgestaltung und der hauseigenen Fabrikzeitung. Kennzeichnend sind deren individuelle gestalterische Haltungen sowie die künstlerische Qualität, die sich in vielseitigen Umsetzungsformen zeigt: Von Punk bis Tanz wird experimentiert mit Typografie, Illustration und Fotografie. Es sind Werke von renommierten Gestaltern wie Ruedi Wyss, Roli Fischbacher, Peter Bäder, Cornel Windlin und Flag zu sehen.
Rote Fabrik – Seit 1980
Rote Fabrik – Seit 1980
Morgen – Internationaler Studenten-Wettbewerb
Zum zweiten Mal hat das Plakatfestival Weltformat einen Wettbewerb für Studierende ausgeschrieben. Das Thema: «morgen». Zu gewinnen gibt es neben dem Preisgeld von 1500 Franken auch einen nationalen Plakataushang der APG|SGA. Von den 260 eingereichten Wettbewerbsbeiträgen aus über 20 Ländern hat eine Jury unter der Leitung der Berner Grafikerin Trix Barmettler 20 verheissungsvolle Plakate für den Final nominiert. Ausgezeichnet wird das beste Plakat des Wettbewerbs an der Festivaleröffnung am 6. Oktober 2012 um 18 Uhr in der Kornschütte.
C2F – Cybu Richli & Fabienne Burri
Die diesjährigen Festivalplakatgestalter Cybu Richli und Fabienne Burri von C2F aus Luzern gehören zu den interessantesten Gestalter der jüngeren Generation. Sie gehen ihre gestalterische Aufgaben mit viel Sensibilität und Kuriosität an und kreieren Unerwartetes. Ihre Arbeiten sind verspielt wie auch streng konzipiert. Zahlreiche Auszeichnungen in unterschiedlichen Disziplinen bestätigen ihre herausragende Designqualität. Die Ausstellung gibt einen Einblick in das Schaffen von C2F im Bereich der Plakatgestaltung. Ihre Motive entwickeln sie in aufwendigen Prozessen. Resultate sind Plakate mit grosser Anziehungskraft. Sie sind raffiniert umgesetzt und überzeugen bis in die kleinsten Details.
Niklaus Troxler und Studenten
NIKLAUS TROXLER 1947 geboren, erst Typograf, studierte in Luzern und führt seit 1973 ein eigenes Studio in Willisau. Wie es ihm die Musik vormachte, verwirklichte Troxler in der Grafik seine persönliche Freiheit. Das Medium Plakat hatte es ihm schon früh angetan, gestaltete er doch seit Anbeginn die Plakate für seine Jazzveranstaltungen. Niklaus Troxler hat bis heute über 600 Plakate entworfen, vorwiegend für den Kulturbereich, aber auch für Umwelt und Unternehmen. Troxler gewann viele nationale und internationale Plakat- und Designpreise, seine Plakate sind in wichtigen Museen vertreten und er zeigte seine Plakate in persönlichen Ausstellungen in aller Welt. Zu seinem letztem Jahr als Professor in Stuttgart zeigt Weltformat eine Retrospektive seiner eigenen Arbeiten und eine Momentaufnahme seiner aktuellen Klasse. KLASSE TROXLER 1998 wurde Niklaus Troxler als Professor an die Staatliche Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart berufen. Es überrascht kaum, dass die Studierenden der Klasse Troxler auch Plakate gestalten. An nationalen wie internationalen Wettbewerben gehören diese Studenten seit Jahren zu den erfolgreichsten Nachwuchsgestaltern. Ziel des Studiums bleibt für Troxler die Entwicklung der begabten Gestalter zu selbständigen Autoren mit weitreichendem Überblick und einer soliden Balance zwischen freien und angewandten Ansprüchen. Immer wieder werden Plakatprojekte realisiert, die in den öffentlichen Aushang gelangen.
Niklaus Troxler und Studenten
100 beste Plakate 11 – Deutschland Österreich Schweiz
Der Wettbewerb «100 beste Plakate – Deutschland Österreich Schweiz» ist 2011 zum zehnten Mal im internationalen Massstab ausgeschrieben worden und gilt als wichtige Institution des ­aktuellen ­Plakatdesigns. Zahlreiche Grafik­designer und -designerinnen, Studierende der Fachbereiche Grafikdesign künstlerischer Hoch- und Fachhochschulen, Agenturen, Büros sowie Auftraggeber und Druckereien beteiligen sich alljährlich: im aktuellen Jahrgang ca. 548 Personen mit über 1800 Plakaten. Die 100 Preisträger-Plakate und Plakatserien (davon 53-mal Deutschland, 45-mal Schweiz und 2-mal Österreich) wurden durch die Jury unter Vorsitz von Sascha Lobe nominiert. Diese Ausstellung zeigen wir bereits zum zehnten Mal exklusiv in der Schweiz.
100 beste Plakate 11 – Deutschland Österreich Schweiz
Das kubanische Plakat
1959 stürzten die Revolutionäre um Fidel Castro, Camilo Cienfuegos und Che Guevara die Regierung des Diktators Batista. Ab diesem Zeitpunkt erlebte die visuelle Massenkultur in Kuba durch Filme, Plakate und Grafik einen rasanten Aufschwung. Insbesondere das politische Plakat bekam eine einmalige Stellung im Leben des kubanischen Volkes. Es war ein täglicher Begleiter der Kubanerinnen und Kubaner. Ob im Betrieb, in der Schule oder auf der Strasse – die Parolen und Wertevorstellungen der neuen kubanischen Gesellschaft sind allgegenwärtig. Aber auch das Filmplakat sowie das Kampagnenplakat schrieben in der Zeit der 60er bis 80er Jahre Geschichte und werden heute weltweit von Sammlern gesucht.
Winterhilfe Schweiz
Die Winterhilfe-Plakate haben eine 75-jährige Tradition. Jedes Jahr geht der Auftrag zur Gestaltung im Wechsel an die Grafikklassen der schweizerischen Gestalterschulen. Es soll ein Plakat entworfen werden, das auf die gleichzeitig mit dem Aushang stattfindenden Sammlungen der Winterhilfe aufmerksam macht. Das Sujet soll augenfällig sein und die Botschaft «Winterhilfe gegen Armut in der Schweiz» gut veranschaulichen, damit das Plakat unverwechselbar der Winterhilfe zugeordnet werden kann. Das Plakatsujet findet jeweils gleichzeitig Verwendung für die Sammelprospekte, den Jahresbericht sowie für Eisenbahnplakate.


Weltformat 11

5. – 13. November

Mit sei­ner drit­ten Aus­gabe will das Luzer­ner Pla­kat­fes­ti­val Welt­for­mat die För­de­rung von gutem Pla­kat­de­sign wei­ter aus­bauen. Sowohl the­ma­tisch als auch geo­gra­fisch. Im Zen­trum der elf Aus­stel­lun­gen steht der neue inter­na­tio­nale Gestal­tungs­wett­be­werb für Stu­die­rende, bei dem es neben dem Preis­geld auch einen natio­na­len Pla­kat­aus­hang zu gewin­nen gibt.

Weite Bli­cke über ver­traute Gren­zen hin­weg ermög­li­chen die Aus­stel­lung «100 beste Pla­kate – Deutsch­land Öster­reich Schweiz» sowie zwei Samm­lun­gen hand­ge­mal­ter Pla­kate: ein­mal Pro­pa­ganda aus Asien, ein­mal ent­frem­dete Wer­bung aus Luzerns Schwes­ter­stadt Chicago.

Die wei­te­ren Aus­stel­lun­gen wid­men sich jun­gen und eta­blier­ten Schwei­zer Pla­kat­künst­lern sowie der Grat­wan­de­rung zwi­schen künst­le­ri­schen und kom­mer­zi­el­len Ansprü­chen an die Gestal­tung von Pla­ka­ten. Von Aus­stel­lung zu Aus­stel­lung führt übri­gens eine neue Signaletik von Pas­cal Mel­cer. Mit sei­ner Idee hat er den inter­nen Wett­be­werb des Stu­di­en­gangs Gra­phic Design an der Hoch­schule Luzern gewonnen.

Beson­ders inter­es­sant für den Besuch des Fes­ti­vals sind die Eröff­nung und die drei Ver­nis­sa­gen. Denn dort beleuch­ten Kura­to­rin­nen und Kura­to­ren die Hin­ter­gründe ihrer Aus­stel­lun­gen und trifft sich die Szene zur Dis­kus­sion über das, was ein Pla­kat sein soll.

Festivalplakat von Daniel Peter
Pablo Ramirez – Posters for Posters
Wer die Chicago Avenue kennt, dem sind bestimmt die zahlreichen Plakate aufgefallen, die in vielen Verkaufsläden hängen. Das Strassenbild ist geprägt von bunten Plakaten, die Sonderangebote und Ausverkauf anpreisen. Schlagwörter wie «Super Sale», «Only Here and Today» oder «Best Price» versprechen supergünstige Angebote. Bei näherem Betrachten erstaunt es, dass alle Plakate von Hand gemalt sind. Cybu Richli beauftragte während seines Aufenthaltes in Chicago den Plakatmaler Pablo Ramirez aus Acapulco, Verkaufsplakate für das Plakat zu malen. In der Ausstellung sind diese Originale zu sehen.
Stephan Bundi & Claude Kuhn
Stephan Bundi & Claude Kuhn
Seit über 25 Jahren sind die Plakate der beiden Gestalter Claude Kuhn (*1948 in Bern) und Stephan Bundi (*1950 in Trun, Graubünden) in der Galerie der Strasse – vornehmlich im Raum Bern – zu sehen. Mit ihren internationalen Auszeichnungen gehören sie zu den erfolgreichsten Plakatgestaltern der Schweiz. Ihre Plakate unterscheiden sich in der gestalterisch-technischen Auffassung, hingegen sind beide davon überzeugt, dass es mehr denn je darum geht, Inhalte umzusetzen: visuell kommunizieren
Kommerz Kunst – Produktplakate heute
Kommerz und Kunst – diese Verbindung mag manche irritieren. In ihrem unterschiedlichen Charakter – ökonomische Absichten auf der einen und der Aspekt der künstlerischen Individualität auf der anderen Seite – bilden sie scheinbar kein ideales Paar. Ist es möglich, Plakate mit einem künstlerisch hohen Anspruch im Bereich der kommerziellen Produktwerbung zu realisieren? Dieser Frage sind Cybu Richli und Fabienne Burri nachgegangen.
Kommerz Kunst – Produktplakate heute
In Serie – Serie als kreatives Gestaltungskonzept
Plakate eignen sich hervorragend dafür, in Serie zu erscheinen. Wiedererkennungseffekte unterstützen die nachhaltige Vermittlung der Identität und Botschaft eines Auftraggebers. In zeitgenössischen Werbekampagnen wird diese Erkenntnis aber nur selten auf fantasievolle, intelligente Weise genutzt. Die Ausstellung präsentiert am Beispiel zeitgenössischer Schweizer Arbeiten das sowohl kreative als auch werbewirksame Potenzial von Plakaten in Serie. Dabei weichen manche Plakate einer Serie nur geringfügig voneinander ab, indem ein formaler oder inhaltlicher Ansatz sensibel variiert wird. Die freie Interpretation einer Grundidee kann aber auch zu einem breiten, höchst inspirierenden Spektrum möglicher Umsetzungen führen. Wesentlich für die vorliegende Auswahl ist die Voraussetzung, dass sich das einzelne Plakat als Solitär behaupten kann, sich seine Zugehörigkeit zu einer Serie aber als visueller Mehrwert offenbart.
Daniel Peter Festivalplakatgestalter
Das diesjährige Festivalplakat wurde vom Luzerner Grafiker Daniel Peter gestaltet. Nach seinem Studium an der Hochschule Luzern hat er das Gestalterkollektiv Detektiv Bureau mitbegründet. In einer Einzelausstellung zeigen wir sein bisheriges Plakatschaffen.
Harmen Liemburg Ultralight
Harmen Liemburg ist besessen vom Siebdruck. Seine Art, zwischen analoger Drucktechnik und digitaler Gegenwart, konzentriert sich auf den erzählerischen Aspekt von Bildmaterial sowie auf die Ästhetik alltäglicher Verpackungsgestaltung. Diese werden durch Collagetechniken miteinander vereint und verschmelzen zu einer neuen visuellen Sprache. Ultralight ist ein Showcase, das als Wanderaussstellung konzipiert worden ist. Mauro Paolozzi blieb, nach einem Werkstattbesuch im Mai mit der Fachklasse Grafik Luzern, mit Harmen Liemburg in Kontakt und spann die Fäden, damit diese kompakte Box nun in der Ausstellung zu sehen ist.
Celestino Piatti
Celestino Piatti (1922 – 2007) war als Illustrator und Grafiker eine Ausnahmepersönlichkeit in der Schweizer Kulturszene. Erste internationale Erfolge erzielte er als Gestalter von Plakaten. Mitte der sechziger Jahre verlagerte sich Celestino Piattis Plakatschaffen immer mehr von der reinen Konsumwerbung hin zu Plakaten, die sich mit gesellschaftspolitischen, karikativen, kulturellen und tierschützerischen Themen auseinandersetzten und für soziales bzw. humanitäres Engagement warben. Von seinen über 500 Künstlerplakaten wurden viele mit Preisen ausgezeichnet. Besonders bekannt machte Piatti seine Tätigkeit für den Deutschen Taschenbuch Verlag (dtv). Dessen Bücher gestaltete seit der Verlagsgründung 1961 bis Mitte der 1990er Jahre fast alle Piatti. In dieser Zusammenarbeit sind mehr als 6000 unverkennbare Umschlagbilder entstanden. Die markanten, einheitlich weissen dtv-Bände mit den charakteristischen Illustrationen Piattis gelten als Meilenstein eleganter und hochwertiger Buchkunst im Taschenbuch. Die Ausstellung zeigt Plakate und Buchcovers aus seinem persönlichen Nachlass.
Celestino Piatti
Handgemalte Propaganda-Plakate
Noch vor einigen Jahren war das vietnamesiche wie auch das nordkoreanische Propaganda-Plakat selbst Insidern unbekannt. Vor kurzem erschienen jedoch einige Fachartikel und Bücher, die sich mit den Plakaten in Vietnam und der Demokratischen Volksrepublik Korea (Nordkorea) beschäftigen. Das Besondere an den ausgestellten Plakaten ist, dass sie alle handgemalt sind. Diese Tradition ist bis heute in der demokratischen Volksrepublik Korea der Normalfall. In Vietnam jedoch hat der Offsetdruck diese Technik abgelöst. Die visuelle Sprache des vietnamesischen Plakats erinnert stark an die kubanischen, sowjetischen und chinesischen Plakate. Die nordkoreanischen Plakate mit ihrer expressiven Sprache sind stark an das chinesische Revolutionsplakat angelehnt. Auffallend viele Plakate wurden, für uns eher aussergewöhnlich, im Querformat gestaltet. Sämtliche gezeigten Plakate stammen aus der Sammlung von Richard Frick.
100 beste Plakate 10 Deutschland Österreich Schweiz
Der Wettbewerb «100 beste Plakate – Deutschland Österreich Schweiz» ist 2010 zum zehnten Mal im internationalen Massstab ausgeschrieben worden und gilt als wichtige Institution des aktuellen Plakatdesigns. Zahlreiche Grafik- designer und -designerinnen, Studierende der Fachbereiche Grafikdesign künstlerischer Hoch- und Fachhochschulen, Agenturen, Büros sowie Auftraggeber und Druckereien beteiligen sich alljährlich: im aktuellen Jahrgang ca. 500 Personen mit über 1600 Plakaten. Die 100 Preisträger-Plakate und Plakatserien (davon 53-mal Deutschland, 45-mal Schweiz und 2-mal Österreich) wurden durch die Jury unter Vorsitz von Claude Kuhn nominiert. Diese Ausstellung zeigen wir bereits zum neunten Mal exklusiv in der Schweiz.
100 beste Plakate 10 Deutschland Österreich Schweiz
Plakate fürs Plakat – Internationaler Studentenwettbewerb
Das Plakatfestival Weltformat hat dieses Jahr zum ersten Mal einen internationalen Plakatwettbewerb für Studierende ausgeschrieben. Aus über zwanzig Ländern der ganzen Welt sind insgesamt 400 Plakatentwürfe zum Thema «Plakate fürs Plakat» eingegeben worden. Die Studierenden wurden herausgefordert, sich über die Vorzüge und Stärken des Plakats als Werbe- und Kommunikationsmedium Gedanken zu machen. Eine nationale Jury hat nun 20 Plakate nominiert. Sie sind in der Kornschütte und auf dem Theaterplatz zu sehen. An der Festivaleröffnung zeichnet die APG Affichage das Gewinner-plakat mit 1500 Franken aus und präsentiert es nach dem Festival mit einer Auflage von 500 Stück in einem schweizweiten Aushang.
Plakate fürs Plakat – Internationaler Studentenwettbewerb
Plakate fürs Plakat – Internationaler Studentenwettbewerb


Weltformat 10

6. – 14. November

Festivalplakat von Martin Woodtli
Alliance Graphique Internationale – Die Schweizer Mitglieder
Um das Berufsbild des Grafikers zu definieren und umverbindliche Qualitätskriterien festzulegen, beschlossen 1950 zwei Schweizer und drei französische Grafiker einen Club zu gründen. Ein Jahr später wurde in Paris die Alliance Graphique Internationale (AGI) mit 65 Mitgliedern aus zehn Ländern gegründet. Die Gründer der AGI waren mitbeteiligt bei der Entwicklung einer neuen visuellen Sprache. Heute befassen sich die Mitglieder sowohl mit den traditionellen als auch mit den neuen Medien und mit einer Bildsprache, die sich in der globalisierten Welt fortwährend verändert. Aktuell gibt es weltweit etwa 350 AGI-Mitglieder, davon 34 aus der Schweiz. Eine wesentliche Aktivität der AGI ist der jährlicheKongress in einem jeweils anderen Land. Während einer Woche werden Seminare und Workshops fürStudierende veranstaltet und die Mitglieder werden mit Vorträgen über aktuelle Tendenzen und das Schaffen ihrer Kolleginnen und Kollegen ins Bild gesetzt. Aktuelle Informationen zur Gestaltung werden zudem über Publikationen und über das Web vermittelt. Für wirtschaftliches Netzwerken gibt es keinen Raum, hingegen wird der freundschaftliche Austausch über kulturelle, politische und religiöse Grenzen hinaus gepflegt. Seit jeher sind Schweizer Plakate weltweit an Poster-Biennalen und Triennalen aussergewöhnlich erfolgreich. DieSchweizer AGI-Mitglieder haben im Laufe der letzten 60 Jahre mehrere Tausend Plakate entworfen; so gesehen ermöglicht dieseAusstellung nur einen winzigen Einblick in deren Plakatschaffen. AGI-Mitglieder übernehmen Verantwortung gegenüber Auftraggebenden, Gesellschaft und Umwelt; dies erfordert eine engagierte, kontinuierliche Auseinandersetzung mit dem Inhalt und der Form einer gestalteten Botschaft. Die rasante Entwicklung der globalen Kommunikation verändert auch die visuelle Wahrnehmung. Die Ausstellung zeigt, dass sich die Bildsprache auch beim traditionellen Medium Plakat weiterentwickeln und aktuell bleiben kann.
Alliance Graphique Internationale – Die Schweizer Mitglieder
Hubert Riedel – Retrospektive des Berliner Plakatkünstlers
Der Autodidakt Hubert Riedel, ein Plakatgestalter aus der ehemaligen DDR, gestaltete in seiner Laufbahn hunderte von Plakaten für Kulturveranstaltungen in Ost-Berlin. Dem kommerziellen Plakat hat er sich immer verweigert. Als einstiger Fräser im Schwermaschinenbau sind seine Plakate – so seine eigenen Worte – sehr «aufgeräumt». Seit 1975 waren insgesamt 26 seiner Plakate in der Auswahlder 100 besten Plakate der DDR bzw. Deutschlands zu sehen. Sein Engagement für das Medium beweist er nicht zuletzt auch in verschiedenen Plakatausstellungen, die er selber kuratierte.
Im besten Licht – Plakate von jungen Fotostudierenden für Baltensweiler Licht und Leuchten
Eine Klasse der 2008 neu geschaffenen Ausbildung «Fotodesign» aus Zürich zeigt Plakate, die sich mit dem Thema Licht beschäftigen. Es galt für den traditionsreichen Leuchtenhersteller Baltensweiler aus Ebikon ein Fotoplakat zu gestalten. Massstab war einerseits die hohe Qualität früherer Werke, wie zum Beispiel der hier abgebildeten legendären Umsetzung von Siegfried Zingg aus den Sechziger Jahren, andererseits liess die Aufgeschlossenheit des Familienunternehmens aber auch überraschende Ergebnisse zu. Ausgestellt sind die Plakate im adäquaten Rahmen eines Einrichtungshauses.
100 beste Plakate 09 – Deutschland Österreich Schweiz
Bereits zum achten Mal zeigen wir schweizweit exklusiv den Wettbewerb «100 beste Plakate – DeutschlandÖsterreich Schweiz». In seinen Ursprüngen Mitte der 60er Jahre in der DDR ins Leben gerufen, wurde dieser seit 1991 vom Verband der Grafik-Designer e.V. (VGD) im geeinten Deutschland regelmässig fortgeführt. Seit 1990 nahm die Bedeutung des Wettbewerbs, der von Plakatgestaltern sowohl der neuen als auch der alten Bundesländer getragen wurde, kontinuierlich zu. Insbesondere erfreute er sich eines beachtlichen Popularitätszuwachs auch bei Studenten, jungenGrafikdesignerInnen und Werbeagenturen. Im September 2001 wurde mit Unterstützung namhafter Grafik-Designer der Verein «100BestePlakate e.V.» als neuerWettbewerbsveranstalter gegründet und die Ausrichtung auf den gesamten deutschsprachigen Raum ausgeweitet. Aus den über 1600 in diesem Jahr eingereichten Einzelplakaten wählte im Januar eine internationale Jury unter dem Präsidium der Zürcher Grafikerin Trix Barmettler die 100 besten Plakate 09 aus. Die Auswahl reflektiert die aktuellen Tendenzen im Plakatdesign der drei Länder und präsentiert ein breites, stilistisches, technisches und inhaltliches Spektrum. Die Arbeiten von professionellenGestalterInnen und Studierenden nehmen dabei einen gleichberechtigten Platz ein. Das Schweizer Plakat ist mit 31 Plakaten, die es in die Endauswahl geschafft haben, prominent vertreten.
100 beste Plakate 09 – Deutschland Österreich Schweiz
100 beste Plakate 09 – Deutschland Österreich Schweiz
Junge Weltformate – Die neuen Schweizer Plakatgestalter
Dass das Plakat keineswegs ein verstaubtes Medium ist, beweisen viele junge GestalterInnen, die sich auf frische, innovative Weise damit auseinandersetzen. Als einzige Aussenausstellung in diesem Jahr zeigen wir direkt vor dem KKL Luzern Plakate von Schweizer GestalterInnen, die jünger als 35 Jahre sind. Auf das Plakatformat F4 (Weltformat) beschränkt, öffnet sich die ganze Bandbreite des zeitgenössischen Schweizer Grafikdesigns und belegt, dass sich mit viel Experimentierlust und kreativer Energie die langjährige Tradition des Schweizer Plakats noch immer innovativ beleben lässt.
Fellini&Co. auf tschechisch – Filmplakate der 1960er Jahre aus der CSSR
In der internationalen Plakatgeschichte markiert das innovative tschechische Filmplakat der 1960er und frühen 1970er Jahre einen Höhepunkt. Die politische Aufbruchstimmung der Jahre vor dem Prager Frühling führte in der Tschechoslowakei zur Freisetzung ungeahnter gestalterischer Energien. Dabei gereichte es einer jungen, historisch unbelasteten Generation zum Vorteil, sich aus dem grossen Repertoire stilistischer Strömungen der Kunstgeschichte spielerisch und unideologisch bedienen zu können. Die konstruktivistische und surrealistische Tradition der Zwischenkriegszeit wurde ebenso reaktiviert wie das Bildgedicht der 1920er Jahre, assoziative Kompositionen aus Bild und Text. Das Filmplakat nahm aber auch Einflüsse der zeitgenössischen Avantgardebewegungen auf. So hinterliessen Tachismus, abstrakter Expressionismus, Nouveau Réalisme und diePopArt im Filmplakat dieser Jahre ihre Spuren. Die rein illustrative Umsetzung des Filminhalts war nicht Ziel der Plakatgestalterinnen und -gestalter. Es ging ihnen vielmehr um Schaffung eigenständiger Kunstwerke, um die subjektive künstlerische Interpretation des beworbenen Films. Standfotos ebenso wie Fotoporträts berühmter Stars aus der Welt des Films dienten ihnen daher nur als Bildmaterial, das respektlos verfremdet, kreativ überarbeitet und in Collagetechnik neu montiert wurde.
Fellini&Co. auf tschechisch – Filmplakate der 1960er Jahre aus der CSSR
Fellini&Co. auf tschechisch – Filmplakate der 1960er Jahre aus der CSSR
Martin Woodtli – Komplexe Bildschöpfungen
Der Grafiker des diesjährigen Festivalplakats gehört einer jungen Gestalterszene an, die ihre Studios eher durch Obsessionen – leidenschaftliche Freude an Gestaltung – denn durch monetäres Kalkül in Gang hält. Dabei scheint er einer Zeile aus Brian Enos Tagebuch nachzuleben: «etwas so anhaltend und unverdrossen zu tun, wie es kein Anderer auf sich nehmen würde, ist eine gute Art, Einzigartiges zu kreieren.» Woodtlis Schaffen manifestiert sich in komplexen typographischen Gefügen und dichten, manisch geschichteten Mustern von Alltagsobjekten. Mit eigenwilligen visuellen Experimenten konnte er sich innerhalb der internationalen Grafikszene einen Namen machen. Seine Arbeiten wurden bereits mit zahlreichen Designpreisen ausgezeichnet. Seit 2000 ist er Mitglied der Alliance Graphique Internationale (AGI). Unsere Ausstellung zeigt mit seinen Plakaten lediglich einen Aspekt seines umfangreichen Werks.
Leipzig/Luzern – Zwei Städte zeigen ihr junges Grafikdesign
In den letzten Jahren hat sich in Leipzig eine junge unabhängigeDesignszene formiert, die sich mit der Aufgabe des Gestalters als Dienstleister kritisch auseinandersetzt. Ausgangspunkt dieser Auseinandersetzung ist dieHochschule für Grafik und Buchkunst. Das hier geprägte Verständnis von Gestaltung zur Vermittlung von Kunst und Kultur zeigt sich in einer visuellen Autorenschaft, die über die ausschliesslichePräsentation des Inhaltes hinausgeht. In den Arbeiten entwickeln sich dabei zunehmend individuelle gestalterische Haltungen. Diese positionieren sich zwischen der Leipziger Tradition der Buchgestaltung und Typografie einerseits sowie zeitgenössischer grafischer Produktion andererseits. DieAuswahl zeigt eine Neuinszenierung der bereits präsentierten Ausstellung «Mein Block – Buchgestaltung und Grafikdesign aus Leipzig» zurBuchmesse imKunstverein Leipzig. Die grafischen Produkte reichen von DIN A8 bis DIN A0. Als Gegenüberstellung zu den Leipziger Positionen zeigen wir eine Auswahl an Arbeiten aus Luzern. Luzern hat sich einen Namen als Stadt der Illustration gemacht. Die Hochschule, ausgerüstet mit ihrenWerkstätten, regt zumExperiment mit Drucktechniken und Formaten an. Das jährlich stattfindende Fumetto Festival ist einwichtiges Datum für die Illustrationsszene Europas. DieseNähe zur Illustration zeigt sich auch im hier gezeigten Grafikdesign, entstanden durch die Zusammenarbeit von Illustratoren und Grafikern.
Leipzig/Luzern – Zwei Städte zeigen ihr junges Grafikdesign
Leipzig/Luzern – Zwei Städte zeigen ihr junges Grafikdesign


Weltformat 09

7. – 15. November

Wie gross die Wir­kung von Pla­ka­ten nach wie vor ist, zei­gen die jüngs­ten Dis­kus­sio­nen. Der Ver­ein «Pos­ters Lucerne» hat sich zum Ziel gesetzt, die­ses Medium zu för­dern und des­sen Viel­falt einem brei­ten Publi­kum näher zu brin­gen. Gerade die Schweiz mit Ihrer lan­gen Tra­di­tion im Pla­kat­schaf­fen und einem ein­zig­ar­ti­gen Pla­kat­for­mat, Welt­for­mat genannt, braucht ein Pla­kat­fes­ti­val mit inter­na­tio­na­ler Aus­strah­lung. Das Fes­ti­val «Welt­for­mat 09» glie­dert sich in drei Teile: Zum sieb­ten Mal zei­gen wir die «100 beste Pla­kate – Deutsch­land, Öster­reich, Schweiz» in Luzern. Der zweite Aus­stel­lungs­teil ist die Retro­spek­tive «vel­vet macht thea­ter» und der dritte setzt sich mit dem poli­ti­schen Pla­kat der Schweiz «Pla­ka­tive Poli­tik» auseinander.

Festivalplakat Franca Moor
Die 100 Besten Plakate 2008
Posters Lucerne zeigt zum siebten Mal exklusiv in der Schweiz die Siegerplakate des Wettbewerbs „100 Beste Plakate Deutschland Österreich Schweiz“. Die Jury wählte aus 1521 eingerechten Plakaten aus. Wie in den letzten Jahren ist der Anteil der Schweizer Sieger/innen überproportional hoch.
Velvet macht Theater
Seit 1999 arbeitet Velvet als Kommunikationsagentur für Theater. Zuerst waren es Plakatkampagnen für das Luzerner Theater, die vom Eidgenössischen Departement des Innern als “beste Plakatkampagne der Schweiz” ausgezeichnet wurden. Später wird Velvet Agentur der Münchner Kammerspiele, des Theaters Freiburg und des Schauspiels Köln. Ihre Plakate sorgen für viel Wirbel und Publizität, und werden mit internationalen Preisen überhäuft. In der Multimediapräsentation werden die Theaterarbeiten von Velvet im Kontext der öffentlichen Wahrnehmung gezeigt.
Plakative Politik
Im politischen Plakat spiegelt sich der gesellschaftliche Wandel in vieler Hinsicht. Nachdem es vor allem im Abstimmungs- und Wahlkampf eingesetzt wurde, gibt es heute auch Plakate, die für humanitäre und karitative Werke werben oder sich der Umweltproblematik widmen. Wie provokativ politische Plakate sein können, bewies das SVP-Plakat zur Minarettinitiative, das in Konfrontation zu anderen Plakaten mit dem gleichen Thema gezeigt wird.


Kontakt


Ver­ein Welt­for­mat
c/o Esther Unter­näh­rer
Fluh­matt­strasse 18
6004 Luzern
plakat@weltform.at

Pres­se­mit­tei­lun­gen


21. Okto­ber 2013
12. Okto­ber 2013
7. Okto­ber 2013
25. Sep­tem­ber 2013

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Pla­kat­freunde: 100 Fr.
Ateliers/Firmen/Vereine: 250 Fr.
Anmel­den kön­nen Sie sich über plakat@weltform.at.

Mitglieder


Sabina Alba­nese, Thierry Blancpain (Grilli Type), Patrick Bonato, Erich Brech­bühl (Mixer), Fran­ziska Bründ­ler (Design schen­ken), Tobias Bün­ter, Fabi­enne Burri (C2F), Phil­ipp Cle­menz, Demian Con­rad, Ste­pha­nie Cué­rel, Xavier Erni (Neo Neo), Sil­via Fran­cia ­(Ate­lier BLVDR), Richard Frick, Klaus From­herz (Peng Peng), ­Fabian Fuchs, Mar­tin Geel (Peng Peng), Monika Gold (Hoch­schule Luzern – Design & Kunst), Thuy-An Hoang (Neo Neo), Mel­chior ­Imbo­den, Mar­tin ­Infan­ger, Dani Klau­ser, Alice Kolb, Michael Kry­en­bühl (Johnson/Kingston), Noël Leu (Grilli Type), Raphael Leu­ten­egger, Isa­belle Mauchle, Peter Moser, Tho­mas Mül­ler (Nee­ser & Mül­ler), Sebas­tian Navarro, Bruno Nie­der­ber­ger (APG|SGA), Mauro Pao­lozzi, Daniel Peter, Felix Pfäffli, ­Mathis Pfäffli, Fredy Prack, Tania Prill, Dashenka Pro­chazka, Andreas Reng­gli, Cybu Richli (C2F), Bet­tina Rich­ter ­(Museum für Gestal­tung Zürich – Pla­kat­samm­lung), Patrick ­Roh­ner, Wer­ner Schal­ler, Josh Schaub, Marco Schmi­di­ger (Modul), Raphael Schoen, Urs Strähl, Mario Suter, Annik Trox­ler, Niklaus Trox­ler, Paula Trox­ler, Die­ter Tschu­din, Jac­ques Uldry (Seri­gra­phie Uldry), Remko van Hoof, ­Fri­do­lin Von Ah (Von Ah Druck), Ama­deus Wal­ten­spühl, Mar­tin Woodtli, Kurt Würmli (Plakat­sammlung Basel), Chris­tian Zim­mer­mann (Alpen­Pla­kat), Megi Zum­stein (Hi)

Dank


APG|SGA All­ge­meine Pla­kat­ge­sell­schaft AG, Modul Event­mar­ke­ting, Seri­gra­phie Uldry, Hin­ter­kap­pe­len, Von Ah Druck, Sar­nen, AWP, Pla­ka­tif, Hoch­schule Luzern – Design & Kunst, Fach­klasse Gra­fik FMZ Luzern, Syn­di­com, FUKA-Fonds Stadt Luzern, Kan­ton Luzern Kul­tur­för­de­rung, Kan­ton Nid­wal­den Kul­tur­för­de­rung, Kan­ton Schwyz Kul­tur­för­de­rung, Casi­mir Eigen­satz Stif­tung, Neu­bad, sic! Raum für Kunst, Kunst­halle Luzern, Allen Hel­fe­rin­nen und Helfern